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Impressionen

| Zurück zu den Wurzeln |
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Warum hätte es ausgerechnet beim „verflixten“ siebten Mal anders sein sollen? Selbst wenn vorher und nachher kein einziges Wölkchen den Himmel trübt, können sich die Organisatoren des zweitägigen bunten Trubels am Wassersportsee darauf verlassen, dass beim Seefest zumindest zeitweise Regen auf die Besucher herabprasselt. Ein Schauer trübte auch am Samstag etwas die Stimmung. Aber die Ausrichter sind leidgeprüft und mittlerweile hart im Nehmen. Cheforganisator Christian Hammermann war am Sonntag jedenfalls wieder guter Dinge: „Die Sonne scheint und das Fest wird von den Besuchern prima angenommen.“
Hammermann hatte allerdings auch keinen Anlass, allzu tiefe Sorgenfalten auf der Stirn zu tragen. Vom Engagement kostspieliger Bands hatte man diesmal abgesehen. Von dem völlig irrealen Ansinnen eines Event-Managers, der vor einigen Jahren aus dem Seefest ein Mega-Spektakel nach dem Vorbild des legendären Musik-Festivals in Woodstock machen wollte, ist erst recht keine Rede mehr. Hammermann: „Schon im vergangenen Jahr, als »Wibbelstetz« auftrat, sind wir an unsere finanziellen Grenzen gestoßen.“ Ein Riesenloch in der Kasse konnte damals nur durch die Spendierfreude einiger Sponsoren verhindert werden. Aber den Geschäftsleuten und Unternehmen sitzt in Zeiten der Wirtschaftskrise das Geld nicht mehr allzu locker in der Tasche. So machte Hammermann aus der Not eine Tugend. Das Sommerfest kehrte bei der siebten Auflage zu seinen Wurzeln zurück. Keine unerschwinglichen externen Bands „Als Julius Hoppe und ich die Idee hatten, war von einer großen Abendveranstaltung keine Rede“, so Hammermann. Zumindest aus finanzieller Sicht übte man sich diesbezüglich jetzt auch in Bescheidenheit. Keine unerschwinglichen externen Bands, sondern die „Vier Zylinder“ aus Enzen, die Füssenicher „Grieläächer“ und das Schulensemble des Frankengymnasiums, „Gardfield's Crew“ sorgten ebenso gekonnt wie preiswert für die musikalische Unterhaltung. Die Abkehr von überzogenen Ansprüchen war wohltuend. Zwischen Erwartungshaltung und Realität hatte sich in den vergangenen Jahren eine mitunter peinliche Kluft aufgetan. Dies blieb Hammermann, der diesmal die Regie ohne die „Hilfe“ von Event-Managern fast im Alleingang übernommen hatte, bei der siebten Auflage erspart. Denn der Besuch war trotz des zwischenzeitlichen Regens erfreulich. Die Leute scheinen von angeblichen Mega-Events, aus denen dann ein Flop wird, die Nase voll zu haben. Die Versprechungen waren desmal nicht zu vollmundig ausgefallen und wurden eingehalten. Dementsprechend zufrieden waren die Besucher. Wenn das Wetter mitspielt, kann man auch mit den Vorführungen der am See ansässigen Vereine, einem Biergarten, Musik heimischer Bands, Leckereien vom Grill und Bogenschießen Erfolg haben. Eine Bereicherung des Seefestes waren auch die Kutschfahrten des ursprünglich in Wisskirchen beheimateten Fahrvereins St. Medardus, der seit einigen Monaten hinter dem Seglerheim ein neues Refugium hat. Nicht nur der fünfjährige Rune, der, zum „Spiderman“ geschminkt, die Zügel an einem Holzpferd fest im Griff hielt, hatte einen Heidenspaß.
Quelle: KStA.de, 28.06.09 |


